Klimadialog mit Unternehmen

Unternehmen unterstützen Integriertes Vorreiterkonzept

Rund zwanzig Unternehmen aus Ahrensburg diskutierten mit der Klimaschutzmanagerin konkrete Eigenanforderungen, Möglichkeiten der Beteiligung und Unterstützungsbedarfe. Moderiert wurde der Austausch von Lena Knoop von der OCF Consulting GmbH, die das Konzept im Auftrag der Stadt begleitet.
„Der Schulterschluss mit der Wirtschaft ist entscheidend, wenn wir Ahrensburg nachhaltig gestalten wollen“, betonte Kubitza. „Die Ideen und der Tatendrang der Unternehmen geben uns Rückenwind.“
Im Mittelpunkt des integrierten Vorreiterkonzeptes der Stadt stehen fünf Handlungsfelder:

  • Verwaltung als Vorbild (nachhaltige Beschaffung, energetische Sanierung städtischer Liegenschaften),
  • Nachhaltige Stadtentwicklung (Bauleitplanung, Gewerbeflächen, natürlicher Klima-schutz),
  • Erneuerbare Energien und Energieeffizienz,
  • Nachhaltige Mobilität (ÖPNV, Rad- und Fußverkehr, Sharing-Angebote),
  • Bildung und Bewusstseinsbildung.

Die Unternehmen brachten zahlreiche konkrete Vorschläge vor allem zur Entwicklung nachhaltiger Gewerbegebiete ein, darunter:

  • Vereinfachte Genehmigungsverfahren für klimafreundliche Projekte,
  • Verbesserte ÖPNV- und Radwegeanbindung der Gewerbegebiete,
  • Ausbau von E-Ladeinfrastruktur für Autos, Fahrräder und Lkw, auch auf den firmen-eigenen Parkplätzen
  • Gemeinsame Projekte zur Photovoltaik-Nutzung und Wärmeversorgung
  • Mehr Dialog und Information der Unternehmen zur Notwendigkeit von Maßnahmen zu Effizienzsteigerung bzw. Erneuerbaren Energien
  • Sensibilisierung und Motivation der eigenen Belegschaft.

Ahrensburger Unternehmen bündeln Kräfte
Besondere Dynamik zeigte auch der Ahrensburger Nachhaltigkeitskreis, initiiert von der Firma Kroschke GmbH, ein Netzwerk von bisher zwanzig lokalen Unternehmen, das Wissenstransfer, Best Practices und gemeinsame Projekte vorantreiben will. Das nächste Treffen des Ahrensburger Nachhaltigkeitskreises ist für den 10. September 2025 geplant und widmet sich dem Thema Energieversorgung in Industriegebieten. Im Klimadialog konnten noch weitere Vertreter für ein Engagement im Netzwerk gewonnen werden. „Klimaschutz beginnt nicht irgendwo da draußen, sondern direkt vor der eigenen Firmentür. Wer heute erfolgreich wirtschaften will, sollte nicht nur Kunden und Lieferanten im Blick haben, sondern auch das Potenzial regionaler Partnerschaften nutzen – gemeinsam Ressourcen sparen, Synergien heben, voneinander lernen.

Genau hier setzt der Arbeitskreis Nachhaltigkeit der Unternehmen in Ahrensburg an: Er bringt Menschen ins Gespräch, Ideen in Bewegung und Klimaziele in Reichweite.“, beschreibt Rolf Weinkauff, Geschäftsführer der Frühlicht Beratungs GmbH für Nachhaltigkeit und Umsetzung, und selbst aktiver Netzwerkpartner des Ahrensburger Nachhaltigkeitskreises, das Selbstbild des Netzwerks.
„Ob Photovoltaik auf Dachflächen oder der Austausch über Best-Practice-Beispiele – in Ahrensburger Unternehmen zeigen sich sowohl ein hohes Maß an Know-how als auch er-hebliche Klimaschutzpotenziale. Diese können insbesondere durch eine stärkere Vernetzung der Unternehmen untereinander sowie in Kooperation mit der Stadt verstärkt aktiviert und genutzt werden.“, so Knoop mit Blick auf die Klimaziele Ahrensburgs.